Orgelcamp 2026
Im Herbst 2026 findet das erste Orgelcamp in Leipzig statt. Gemeinsam spielen wir auf bekannten Leipziger Orgeln, lernen von renommierten Organisten und lassen uns von Johann Sebastian Bachs ehemaligem Wirkungsort als Thomaskantor inspirieren.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUM ORGELCAMP
Vom 12. bis 16. Oktober 2026 laden wir interessierte Jugendliche und Studierende ein, tief in die Welt der Orgelstadt Leipzig einzutauchen.
Die Teilnehmenden erwartet Orgelunterricht an berühmten Leipziger Orgeln, unterrichtet von renommierten Organisten wie Johannes Lang (Thomasorganist) und Ivo Mrvelj (Assistenzorganist an der Thomaskirche) sowie von Studierenden der Meisterklasse der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. In intensiven Unterrichtseinheiten können musikalische Fähigkeiten weiterentwickelt und das Instrument Orgel aus nächster Nähe erlebt werden.
Neben dem praktischen Spiel erhalten Teilnehmende spannende Informationen über die Leipziger Orgeln. Ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm sorgt dafür, dass der Austausch und das gemeinsame Erleben nicht zu kurz kommen. Ein besonderes Highlight ist der Motettenbesuch am Freitag an der Seite von Johannes Lang sowie ein eigens organisiertes Abschlusskonzert der Teilnehmenden in der Thomaskirche.
TEILNAHME-
VORAUSSETZUNGEN
Das Orgelcamp richtet sich an interessierte junge Menschen zwischen 12 und 21 Jahren aus Leipzig und der Region. Alle Workshopinteressierten sollten das beidhändige Klavierspiel beherrschen oder bereits Orgelunterricht erhalten. Für die Campwoche ist es wichtig, dass die Teilnehmenden drei bis vier gut vorbereitete Klavier- oder Orgelstücke mitbringen.
Zudem weisen wir darauf hin, dass wir keine Übernachtungsmöglichkeiten anbieten können. Entsprechend ist die tägliche An- und Abreise zu den Workshops selbstständig zu organisieren.
Jede(r) Teilnehmende erklärt sich zudem bereit, dass das Projekt fotodokumentarisch begleitet und veröffentlicht werden darf.

Kosten & Stipendien
Die einmalige Teilnahmegebühr beträgt 75 € pro Person. Darin enthalten sind neben dem täglichen Mittagessen auch Ausflüge und Eintrittsgelder.
Sollte ein Stipendium für die Teilnahmegebühr notwendig werden, bitten wir um einen Vermerk bei der Onlineregistrierung.
Anmeldung
Die Anmeldung zum Orgelcamp erfolgt ausschließlich digital. Bitte fülle das Anmeldeformular für dich selbst (bei Volljährigkeit) oder für dein Kind vollständig aus. Bist du noch minderjährig (unter 18 Jahre), benötigen wir zusätzlich die Angaben deiner Erziehungsberechtigten.
Der reguläre Anmeldeschluss endet am 03.07.2026, sofern das Format nicht früher ausgebucht wird.

ABLAUF DER CAMPWOCHE
Das Orgelcamp findet in der ersten Herbstferienwoche 2026, von Montag, 12.10. bis Freitag, 16.10., statt. Täglicher Beginn der Workshops ist 09:00 Uhr. Jeder Workshoptag geht bis ca. 15:00 Uhr, ausgenommen der Abschlusstag, der nach dem gemeinsamen Motettenbesuch kurz nach 19:00 Uhr endet.
Alle Teilnehmenden werden in Kleingruppen nach Leistungsstand aufgeteilt und besuchen in der Campwoche verschiedene Orgeln im Leipziger Stadtgebiet. Die Übungsstätten befinden sich in der Thomaskirche und Lutherkirche sowie in der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ und der Thomasschule.
Das Freizeitprogramm erleben wir als ganze Gruppe.
ABSCHLUSSKONZERT
Am Freitag, 16.10.2026 gestalten die Teilnehmenden um 15:00 Uhr ein kleines Abschlusskonzert in der Thomaskirche, dazu können Freunde und Familie eingeladen werden.
Abschließend begleiten wir Johannes Lang zur Motette in die Thomaskirche und erleben an seiner Seite die Bach- und Sauer-Orgel ein letztes Mal gemeinsam.
UNSERE DOZENTEN

Prof. Johannes Lang
Johannes Lang (*1989) wurde am 6. Januar 2022 in das Amt des Thomasorganisten eingeführt und ist seither in Gottesdiensten, Motetten, Konzerten und Orgelführungen in der Thomaskirche zu erleben. Der Absolvent der Freiburger Musikhochschule (Kirchenmusik, Cembalo und Konzertexamen Orgel) wurde u.a. Gewinner der Wettbewerbe in Lübeck (Buxtehudewettbewerb 2009), Bellelay (2011), Leipzig (Bachwettbewerb 2012) und wirkte bis 2022 als Kantor an der Friedenskirche Potsdam-Sanssouci. Er lehrt das Fach Orgel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, die ihn am 20. Dezember 2023 zum Honorarprofessor ernannte. Besondere Beachtung fand seine Initiative zum Projekt „Gravity Bach“ bei dem er am Reformationstag 2025 in 22 Stunden das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach in der Thomaskirche Leipzig aufführte.
Photocredit Prof. Johannes Lang: Tobias Tanzyna
IVO MRVELJ & Anne Heising
Prof. Johannes Lang wird inhaltlich von Ivo Mrvelj, seinem Assistenzorganisten an der Thomaskirche, und von der Kirchenmusikerin und Pädagogin Anne Heising unterstützt.


Studierende der Hochschule für Musik und Theater
Aus den Meisterkursen des Kirchenmusikalischen Instituts der Hochschule für Musik und Theater Leipzig „Felix Mendelssohn Bartholdy“ erhalten wir während des gesamten Orgelcamps Unterstützung und Expertise. Die Studierenden der Orgelstadt Leipzig geben Einblicke in das Studienfach und begleiten die Teilnehmenden während der gesamten Orgelpraxis.
DIE ORGELN
Bach-Orgel in der Thomaskirche
Die Bach-Orgel in der Thomaskirche wurde zum 250. Todestag von Johann Sebastian Bach eingeweiht. Sie wurde von Gerald Woehl aus Marburg gebaut und insbesondere für die Wiedergabe der Orgelwerke von Johann Sebastian Bachs konzipiert. Die Bach-Orgel steht auf der Nordempore gegenüber dem Bach-Fenster und umfasst 61 Register sowie 4 Manuale/Pedal.
Mehr Informationen zu Spielhilfen und Disposition der Bach-Orgel findest du hier.


Sauer-Orgel in der Thomaskirche
Auf der Westempore der Thomaskirche Leipzig befindet sich die aufwendig restaurierte Wilhelm-Sauer-Orgel von 1889/1908. Die dreimanualige Orgel im romanischen Stil bietet an der ehemaligen Wirkungsstätte von Prof. Karl Straubes bei pneumatischer Spiel- und Registertraktur 88 Register, was sie zur „drittgrößten Orgel“ in Sachsen macht.
Mehr Informationen zu Spielhilfen und Disposition der Sauer-Orgel findest du hier.
Truhenorgel in der Lutherkirche
Die in der Lutherkirche Leipzig befindliche Truhenorgel wurde von der Orgelbaufirma Georg Wünning aus Großolbersdorf (Sachsen) gebaut. Als kompakte Truhenorgel verbindet das Instrument historische Bauweise mit praktischer Mobilität. Die Orgel verfügt über ein Manual mit fünf Registern.
Mit der überschaubaren Disposition eignet sich die Truhenorgel hervorragend für Musik der Renaissance und des Frühbarocks sowie für kammermusikalische Besetzungen.
Die Orgel ist Eigentum der Thomasschule und wird in der Lutherkirche zur Ausbildung der THOMANER genutzt.


Eule-Orgel im großen Saal der Hochschule für Musik und Theater
Die Vorgängerorgel im alten Konzertsaal wurde im zweiten Weltkrieg zerstört. Seit 2002 besitzt der große Saal der HMT die neue Eule-Orgel.
Der Orgelbauer Hermann Eule aus Bautzen orientierte sich an Vorbildern wie Walcker und Ladegast und integrierte französische Elemente. Das Instrument vereint Konzertqualität mit inspirierenden Möglichkeiten für improvisatorisches Spiel. Die Eule-Orgel ermöglicht eine musikalische Bandbreite, die von der Interpretation deutscher romantischer Orgelmusik bis hin zur französischen Musik des 20. Jahrhunderts reicht.
Mehr Informationen zu Spielhilfen und Disposition der Eule-Orgel findest du hier.
Collon-Orgel im Kammermusiksaal der Hochschule für Musik und Theater
1998 wurde im Kammermusiksaal der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ die Orgel der Manufacture d’orgues de Bruxelles, Patrick Collon fertiggestellt. Die Collon-Orgel besitzt eine klassische Disposition, die sich am französischen Orgelbau orientiert. Die hängende Traktur reagiert sehr direkt und sensibel auf den Anschlag. Durch die historische Keilbalganlage atmet die Orgel förmlich. Sie eignet sich perfekt, um Couperin, de Grigny oder Clérambault stilgerecht zu spielen. Auch spanische Barockmusik kommt durch die Orgel hervorragend zur Geltung.
Mehr Informationen zu Spielhilfen und Disposition der Eule-Orgel findest du hier.

FÖRDERER & PARTNER
Förderer
Dank der finanziellen Unterstützung können wir den Teilnehmerbeitrag gering halten und bei Bedarf auch ein Stipendium für Teilnehmende finanzieren.
Wir bedanken uns im Namen aller Campteilnehmenden für die Projektförderung zum ersten Leipziger Orgelcamp bei der Sparkasse Leipzig und der Stiftung Chorherren zu St. Thomae.



Partner
Durch das gemeinsame Engagement von Thomaskirche und der Ev.- Luth. Kirchgemeinde St. Thomas Leipzig, der Thomasschule und dem Thomanerbund sowie durch die enge Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ können wir erstmalig ein Workshopprogramm realisieren, dass neben der hohen Expertise auch den einmaligen Zugang zu den Leipziger Orgeln ermöglicht.

Kontakt
Veranstalter des ersten Orgelcamps in Leipzig ist die Musikschule forum thomanum. Bei Fragen kannst du dich gern an unsere Musikschul- und Projektleiterin Antje Franke wenden.
